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Thüringer Bautag - KLIMA UND NACHHALTIGKEIT IN DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE BAU

Materialknappheit, Lieferengpässe, Preisschock – die Bauwirtschaft steht vor immensen Herausforderungen. Was braucht es für eine nachhaltige Rohstoffstrategie? Können alte Materialbestände aus Häusern, Straßen und Brücken potentielle Quellen für Sekundärrohstoffe werden und wie können diese nachhaltige Verwendung finden? Über Möglichkeiten Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit von und mit Roh- und Baustoffen auch aus Recyclingwerkstoffen sicherzustellen, informierten sich über 250 Teilnehmer anlässlich des 3. Thüringer Bautages am 04.11.2022 in der Messe Erfurt. Gemeinsam organisiert vom Bauindustrieverband Hessen-Thüringen e.V., dem Verband baugewerblicher Unternehmer e.V, der Architektenkammer und der Ingenieurkammer Thüringen erfolgte ein reger Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Bauwirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Nach einer einleitenden Podiumsdiskussion mit Dipl.-Ing. Steffen Könnicke, Vorstandsvorsitzender Landesgruppe Thüringen im Bauindustrieverband Hessen-Thüringen e.V., Dr.-Ing. Hans-Gerd Schmidt, Präsident Architektenkammer Thüringen und Dipl.-Ing. Elmar Dräger, Präsident Ingenieurkammer Thüringen stellte Frau Susanna Karawanskij, Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft die Schwerpunkte der Thüringer Landesregierung vor.

Es folgten vertiefende Fachvorträge von Prof. Dr.-Ing. habil. Thomas Lützkendorf, vom Karlsruher Institut für Technologie, Lehrstuhl Ökonomie und Ökologie des Wohnungsbaus, Katrin Mees vom Zentralverband des deutschen Baugewerbes e.V., Prof. Dr.-Ing. Architektin Anja Rosen von der Bergischen Universität Wuppertal, Lehrstuhl Baukonstruktion / Entwurf / und Prof. Dr. Mark von Wietersheim Rechtsanwalt, Autor, Honorarprofessor Bau- und Vergaberecht Hochschule Osnabrück.

Im Ergebnis dieser hochinteressanten Veranstaltung waren sich Veranstalter, Teilnehmer und Referenten einig, dass es noch intensiver gemeinsamer Anstrengungen aller Seiten der Wertschöpfungskette am Bau, bestehend aus Bauherren, Planern, Bauingenieuren und der Bauwirtschaft, bedarf, um die Ziele Klimaschutz und Nachhaltigkeit zum Schutz zukünftiger Generationen auch in der material- und energieintensiven Baubranche zu erreichen.