Tag 1 – Fachvorträge und Praxisbeispiele aus allen Disziplinen
Der erste Tag stand im Zeichen hochkarätiger Fachvorträge rund um Building Information Modeling in Infrastruktur-, Hochbau- und Spezialanwendungen. Die Themen reichten von BIM-Klassifikationen für Verkehrswege (Version 2.0/2.1) über integrierte Projektabwicklung am Beispiel der Gäubahn Nord bis hin zu Smart BIM mit automatisierter Leistungsverzeichniserstellung.
Weitere Programmpunkte:
- Geodäsie & BIM: Flächendeckende Planungsgrundlagen durch Geodaten
- BIM & Lean: Warum beide Methoden untrennbar zusammengehören
- BIM im öffentlichen Hochbau: Digitale Transformation in Bund und Kommunen
- BIM aus Bauherrensicht: Chancen, Hürden, Praxiserfahrungen
- Energieeffizienz: Hochleistungs-Energierückgewinnung mit Nutzungsgraden über 95 % – Potenzial für CO₂-Neutralität bei Einsatz von Wärmepumpen und grünem Strom
- Vernetztes Denken: Nachhaltiges und innovatives Bauen durch interdisziplinäre Zusammenarbeit
- BIM-Bestandsmodell der Stadtbahn-Station „Parlamentsplatz“
Zwischen den Vorträgen boten Gesprächsimpulse von Unternehmen und Institutionen – u. a. Hilti Deutschland AG, bimventure GmbH, Hessen Mobil, RIB Software/BWI-Bau, Convecta und vielen weiteren – reichlich Gelegenheit für Austausch und Vernetzung.
Tag 2 – Recht, Praxis, Innovation und der BIM-Award 2025
Der zweite Tag brachte praxisnahe Einblicke und strategische Diskussionen:
- Lean & BIM aus Sicht eines Bauherrn (Daiichi Sankyo Europe GmbH)
- BIM in Mittelhessen – Infrastrukturprojekte von Hessen Mobil und STRABAG
- Forschung zu BIM in der Speicherstadt Hamburg (Block H)
- BIM im militärischen Bundesbau – agile Umsetzung im Bestand
Besonderes Highlight: die Verleihung des BIM-Award 2025.
- BIM in der Praxis: Hessen Mobil und STRABAG für ein Straßenbauprojekt mit modellbasierter Bauausführung, Drohnen-gestützter Baufortschrittskontrolle und georeferenzierter Fotodokumentation
- BIM in der Lehre: Susanne König (theoretischer Ansatz) und Lorenzo Di Martino (praktischer Ansatz)
Fazit
Das Symposium hat eindrucksvoll gezeigt: BIM ist keine Zukunftsmusik, sondern gelebte Praxis. Die enge Zusammenarbeit von Planern, Bauunternehmen, Bauherren, Forschung und Softwarepartnern treibt den digitalen Wandel der Branche voran – in Hessen, Thüringen und weit darüber hinaus.
Der Bauindustrieverband Hessen-Thüringen e.V. wird diesen Prozess gemeinsam mit seinen Mitgliedern und Partnern weiter aktiv gestalten – für eine effizientere, nachhaltigere und innovationsstarke Bauwirtschaft.