„Die zusätzlichen Milliarden sind ein wichtiges Signal. Aber Geld allein modernisiert keine Infrastruktur“, erklärt Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Hessen-Thüringen e.V. Dr. Burkhard Siebert. „Entscheidend ist, dass Projekte schnell geplant, genehmigt und umgesetzt werden.“
Die Bauindustrie in Hessen und Thüringen steht bereit, die anstehenden Investitionen zu realisieren. Gleichzeitig bestehen weiterhin strukturelle Hemmnisse, die eine schnelle Umsetzung erschweren: langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren, begrenzte Kapazitäten in den Behörden sowie der Fachkräftemangel bremsen bereits heute viele Projekte aus.
Aus Sicht der Bauwirtschaft Thüringen braucht es daher neben zusätzlichen Mitteln vor allem bessere Rahmenbedingungen:
„Wenn die Politik jetzt von Tempo spricht, müssen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Sonst droht das Sondervermögen hinter seinen Möglichkeiten zurückzubleiben.“, so Dr. Siebert.
Besonders wichtig ist, dass die Mittel dort ankommen, wo konkret gebaut wird – in den Kommunen. Dort entscheidet sich, ob Investitionen bei den Menschen sichtbar werden: bei Schulen, Straßen, Brücken und der öffentlichen Infrastruktur.
Für den Bauindustrieverband Hessen-Thüringen e.V. zeigt die aktuelle Diskussion zugleich, wie groß der Investitionsstau in Thüringen und darüber hinaus ist. Dr. Siebert betont: „Jetzt kommt es darauf an, aus den angekündigten Mitteln schnell sichtbare Ergebnisse zu machen. Thüringen kann hier ein Beispiel für ganz Deutschland werden.“
Zum MDR-Beitrag vom 07.04.2026:
Investitionen | Sondervermögen: Wohin gehen die 2,5 Milliarden Euro für Thüringen?
Kurz zusammengefasst:
Thüringen stehen rund 2,5 Milliarden Euro aus dem Bundes-Sondervermögen zur Verfügung
Ein Teil der Mittel soll kurzfristig in konkrete Projekte fließen
Geplant sind Investitionen insbesondere in Verkehr, öffentliche Infrastruktur und Modernisierung
Herausforderung bleibt die schnelle Planung, Genehmigung und Umsetzung der Projekte
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