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Bahnbautag Mitte 2026: Bauindustrie und DB InfraGO sprechen über die Zukunft des Schienennetzes

Offenbach, 30. September 2026. Das deutsche Schienennetz muss in den kommenden Jahren umfangreich erneuert, modernisiert und ausgebaut werden.

Im Rhein-Main-Gebiet zeigen Projekte wie die Nordmainische S-Bahn, der Ausbau des Bahnknotens Frankfurt und die laufende Korridorsanierung der rechten Rheinstrecke, wie vielfältig diese Aufgabe ist. Wie die vorgesehenen Investitionen zügig in konkrete Bauprojekte überführt werden können, steht heute im Mittelpunkt des Bahnbautags Mitte 2026 in Offenbach. Vertreter aus Bauindustrie, DB InfraGO und Politik sprechen über anstehende Maßnahmen, Finanzierung und Planungssicherheit sowie über die Umsetzung von Bauarbeiten bei laufendem Bahnverkehr.

„Vor uns liegen große Aufgaben beim Erhalt und Ausbau des Schienennetzes. Entscheidend ist, dass Auftraggeber und Bauunternehmen frühzeitig gemeinsam planen: von der Finanzierung und Vergabe bis zu den verfügbaren Baukapazitäten und Sperrpausen. Der Bahnbautag bietet die Gelegenheit, diese Fragen partnerschaftlich zu besprechen und konkrete Erfahrungen aus den Projekten einzubringen“, betont Dr. Burkhard Siebert, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Hessen-Thüringen.

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG, erläutert:
„Die Sanierung unserer Infrastruktur ist dringend erforderlich. Nur gemeinsam bekommen wir den gewaltigen Investitionsstau auf der Schiene bewältigt, denn Eisenbahn ist Teamsport. Wir haben in den vergangenen Jahren viel gebaut und konnten damit die weitere Verschlechterung des Anlagenzustandes abwenden. Doch es gibt noch viel zu tun. Unser Anspruch bei allen Projekten ist, konsequent im Zeit- und Kostenrahmen zu bleiben. Und, .je besser wir bauen, je gebündelter wir bauen, desto mehr Kapazitäten hat der Verkehr. Das gelingt uns nur mit verlässlichen und leistungsfähigen Partnern aus der Bauindustrie an unserer Seite. Gemeinsam arbeiten wir für einem stabilen Zugverkehr für die Reisenden und den Güterverkehr auf der Schiene.“ 

Aus Sicht der ausführenden Unternehmen kommt es auf kurze Abstimmungswege und klare Entscheidungen an. „Wir begrüßen den direkten Austausch mit den Verantwortlichen der Bahn vor Ort. Gemeinsam lassen sich Herausforderungen auf den Baustellen besser beurteilen und praktikable Lösungen entwickeln. Um die Modernisierung des Schienennetzes voranzubringen, brauchen wir fachlich fundierte 

Entscheidungen und einfachere Abläufe. Digitale Anwendungen sowie die Aufbereitung und Wiederverwendung ausgebauter Materialien bieten zudem Möglichkeiten, Zeit und Ressourcen effizienter einzusetzen“, unterstreicht Jens Rose, Geschäftsführer der Martin Rose GmbH & Co. KG und Vorsitzender der Landesfachabteilung Bahnbau des Bauindustrieverbandes Hessen-Thüringen.

Einen Ausblick auf anstehende Baumaßnahmen im Bereich Mitte gibt Philipp Langefeld, Leiter Infrastrukturprojekte Mitte, DB InfraGO AG, in seinem Vortrag am Nachmittag. „Die DB InfraGO wird in den nächsten Jahren weiterhin große Investitionen in Infrastrukturprojekte vornehmen. Im Regionalbereich Mitte sind dieses u.a. die Maßnahmen im Rahmen der nächsten Korridorsanierung zw. Fulda und Gelnhausen, im Knoten Frankfurt Stadion und bei der ABS Hanau-Gelnhausen. Weiterhin werden diverse Brücken, Tunnel und Stellwerksmaßnahmen als Einzelmaßnahme oder gebündelt umgesetzt, um die Infrastruktur auf einen modernen und zuverlässigen Stand zu bringen“

Der Bahnbautag Mitte 2026 bringt knapp 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Bauindustrie, Bahn und Politik sowie aus Unternehmen des Infrastruktur- und Verkehrsbereichs zusammen.