Als Stimme der Bauwirtschaft Thüringens thematisierte Dr. Siebert die Anliegen der Branche mit konkreten und detaillierten Forderungen.
Stärkung des Wohnungsbaus und innovative Ansätze
Ein zentrales Anliegen der Diskussion war die Stärkung des Wohnungsbaus in Thüringen. Dr. Siebert untermauerte, dass die Bauwirtschaft einen entscheidenden Beitrag zur Schaffung von dringend benötigten Wohnraum leisten kann. Er verwies dabei auf die Übertragbarkeit des sogenannten „Hamburger Modells“ auf Thüringen. Dieses Modell hat sich bereits in anderen Bundesländern bewährt und könnte auch in Thüringen dazu beitragen, die Schaffung von Wohnungen effizienter und schneller voranzutreiben.
Modulares Bauen als zukunftsweisende Lösung
Ein weiterer Schwerpunktthema war das modulare Bauen. Dr. Siebert betonte die Vorteile dieser Bauweise, insbesondere in Bezug auf Flexibilität, Kosteneffizienz und die schnelle Bereitstellung von Wohnraum. Das modulare Bauen könnte eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung des aktuellen Wohnungsmarktes spielen und gleichzeitig als nachhaltige Lösung für zukünftige Bauprojekte dienen.
Kostensenkung und personelle Ressourcen
In Bezug auf die steigenden Baukosten wurden verschiedene Vorschläge zur Kostensenkung im Bauwesen diskutiert. Dr. Siebert machte darauf aufmerksam, dass die steigenden Materialpreise und Arbeitskosten das Bauen zunehmend verteuerten. Die Identifikation von Einsparpotenzialen und die Optimierung der Bauprozesse stehen daher ganz oben auf der Agenda. Ein weiterer Diskussionspunkt war die Frage der personellen Ressourcen bei öffentlichen Auftraggebern (AG). Hier wurde die Notwendigkeit betont, die personellen Kapazitäten in den zuständigen Behörden zu erweitern, um Bauvorhaben effizienter umsetzen zu können.
Baunachfrage im militärischen Bereich und Investitionshaushalte
Ein weiteres Thema war die Baunachfrage im militärischen Bereich. Dr. Siebert erläuterte, dass es hier Bedarf an Investitionen und einer besseren Planung gibt, um sicherzustellen, dass auch militärische Bauvorhaben in Thüringen zügig realisiert werden können. Zudem wurde die Bedeutung der Stärkung der Investitionshaushalte betont. Um eine nachhaltige und zukunftsfähige Bauentwicklung zu gewährleisten, ist es entscheidend, dass ausreichende Mittel bereitgestellt werden, die den Anforderungen der Branche gerecht werden.
Thüringer Haushalt und die Bedeutung für die Bauwirtschaft
Zum Abschluss der Gespräche stand die aktuelle Situation zum Thüringer Haushalt auf der Agenda. Dr. Siebert und Dr. Knoblich stimmten darin überein, dass eine solide Haushaltslage von großer Bedeutung für die Umsetzung der geplanten Bauvorhaben ist. Insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit ist es wichtig, dass die finanziellen Mittel effizient und zielgerichtet eingesetzt werden, um die Bauvorhaben ohne Verzögerungen voranzutreiben.