2. Thüringer Bautag: Sozialer Wohnungsbau nimmt zu





Wie gutes und bezahlbares Wohnen in Stadt und Land funktionieren kann, darüber diskutierte die thüringer Bauwirtschaft mit Dr. Klaus Sühl, Staatssekretär für Infrastruktur und Landwirtschaft Thüringen, sowie Architekten und Ingenieuren beim 2. Thüringer Bautag Ende November. Unter dem Motto „Bauen – Wohnen – Leben“ luden der Bauindustrieverband Hessen-Thüringen e. V., die Architektenkammer Thüringen, die Ingenieurkammer Thüringen und der Verband baugewerblicher Unternehmer Thüringen gemeinsam in das Erfurter Congress-Center ein.  

„Der soziale Wohnungsbau hat in den vergangenen Jahren in Thüringen eine größere Bedeutung bekommen. Es wird wieder investiert. Derzeit befinden sich 1040 Wohnungen in der Realisierung und circa 500 weitere Wohnungen sind in der Planung“, so Staatssekretär Sühl bei der Podiumsdiskussion. Die Förderrichtlinien seien 2015 umfassend überarbeitet worden: Der Anteil an Förderdarlehen erhöhte sich beispielsweise beim Innenstadtstabilisierungsprogramm und bei dem Thüringer Modernisierungsprogramm Mietwohnung auf bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten. Gleichzeitig wurden Zins- und Tilgungskonditionen im Mietwohnungsbau verbessert. „In der Folge haben die Wohnungsbauunternehmen die überwiegend auf Darlehen basierenden Wohnungsbauprogramme wieder in Anspruch genommen – und das trotz der andauernden Niedrigzinsen, die der freie Markt bietet“, sagte Sühl.