Bauindustrieverband Hessen-Thüringen erhält Unterstützung von thüringer Landesregierung

(3.12.18) Digitalisierung, Fachkräfte, Baurecht und Tarifpolitik: Über diese Themen haben sich Dr. Burkhard Siebert und Bettina Haase, beide Bauindustrieverbandes Hessen-Thüringen e.V., mit Prof. Dr. Benjamin Hoff, Chef der Thüringer Staatskanzlei und Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, sowie weiteren Vertretern aus verschiedenen Ministerien bei einem Treffen auf Schloss Ettersburg am Montag ausgetauscht. Dabei sicherte die Landesregierung Unterstützung in mehreren Bereichen zu. Das Gespräch soll im nächsten Frühjahr fortgesetzt werden.

Der Freistaat Thüringen begrüße die Gründung eines BIM-Clusters und sagte hier konkret Mitarbeit zu. In einer Unterarbeitsgruppe sollen sich Vertreter aus dem Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, Bauwirtschaft mit der Ingenieurkammer Thüringen über die Einführung der BIM-Methode, also die Digitalisierung von Baudaten, austauschen. Damit die Methode auch in Kommunen und Landkreisen ankommt, sollen Vertreter beim Fortsetzungsgespräch darüber informiert werden.

Thematisiert wurde auch das Thema Arbeitszeitflexibilisierung. Dr. Siebert und Haase betonten, dass es für tarifgebundene Unternehmen Mitgliedschaftsvorteile bei der Arbeitszeitgestaltung geben müsse. Das Gesetz sehe dies allerdings nicht vor. Über Änderungen wollen sich die Gesprächspartner in einem nächsten Termin austauschen.

Die Sprachförderung für ausländische Auszubildende wird ausgeweitet: Zukünftig unterstützt das thüringer Arbeitsministerium auch junge Auszubildende und Arbeitnehmer aus EU-Staaten und Drittstaaten. Die Förderrichtlinie werde entsprechend angepasst. Zudem soll überprüft werden, ob Auszubildende aus dem Ausland bei der Integration zukünftig von Sozialpädagogen unterstützt werden können.

Einig waren sich die Vertreter am runden Tisch darüber, dass die Planungsbeschleunigung auf Bereiche wie ÖPNV und Wohnungsbau ausgeweitet werden muss. Dazu wollen sich der Chef der Staatskanzlei und der Bauindustrieverband Hessen-Thüringen jedoch im nächsten Gespräch  austauschen.