01.10.2019 Bericht in der Thüringer Allgemeinen "Positive Stimmung in der Baubranche"





Verband verweist auf großen Bedarf und niedrige Zinsen. Bessere Prognose für Ost-Wirtschaft

Von Bernd Jentsch

Erfurt. Die Bauunternehmen in Hessen und Thüringen blicken derzeit zuversichtlich in  ihre wirtschaftliche Entwicklung.

„Die Nachfrage ist momentan gut und stabil" , bestätigte gestern der Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Hessen-Thüringen, Burkhard Siebert, auf Anfrage. Es gebe einen immensen Nachholbedarf, weil die Infrastruktur über etliche Jahre vernachlässigt worden sei, so Siebert.

Er erwarte auch für die nächsten Monate und Jahre eine stabile Auftragsentwicklung für die Unternehmen der Branche. Dabei verwies Siebert auf den angekündigten massiven Bedarf an Baukapazitäten bei der Bahn und im Wohnungsbau. Zudem könnten öffentliche Auftraggeber auf absehbare Zeit von den anhaltend niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt profitieren. Daher könne die Baubranche in einer Zeit, in der sich die Konjunktur in der Industrie eintrübt, durchaus als Stabilitätsanker der deutschen Wirtschaft agieren, meinte Burkhard Siebert.

Das deckt sich auch mit den Daten der jüngsten Konjunkturumfrage des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung. Danach kommen die Experten der Niederlassung Dresden zu dem Ergebnis, dass sich im September die Stimmung in den ostdeutschen Chefetagen wieder aufgehellt habe. Der Geschäftsklimaindex für die gesamte regionale Wirtschaft stieg leicht an.

Im Dienstleistungssektor sind sowohl die Lageeinschätzungen als auch die Geschäftserwartungen aufwärtsgerichtet. Im ostdeutschen Bauhauptgewerbe stiegen die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate merklich an.

Quellenangabe: Bernd Jentsch, Thüringer Allgemeine