Die Baubranche hat sich konsolidiert – auf niedrigerem Niveau

Nach mehr als einem Jahrzehnt der Baukrise waren 2006 im Jahresdurchschnitt nur noch 710.000 Personen im deutschen Bauhauptgewerbe beschäftigt. Die Beschäftigtenzahl hatte sich innerhalb von 12 Jahren halbiert und war damit stärker zurückgegangen als der baugewerbliche Umsatz, der 2006 „nur“ um 30% unter dem Wert von 1995 lag.

Die Trendwende kam 2005
Erst in der 2. Jahreshälfte 2005 zeichnete sich auf der Nachfrageseite die konjunkturelle Trendwende ab. Inzwischen hatte der Konjunkturaufschwung auch den Bauarbeitsmarkt erreicht. Von August 2006 bis April 2007 war ein allmählicher, aber stetiger Beschäftigungsaufbau zu beobachten. Seit Mai 2007 meldet das Statistische Bundesamt - trotz weiterhin guter baukonjunktureller Entwicklung - für das Bauhauptgewerbe aber wieder rückläufige Beschäftigtenzahlen.

Regional gibt es Unterschiede
Zwischen den Bundesländern gibt es erhebliche regionale Unterschiede. Am stärksten profitierte der hessische Bauarbeitsmarkt von der anziehenden Baukonjunktur: Die Zahl der Beschäftigten lag 2007 im Durchschnitt um 3,5% über dem Vorjahresniveau. Wenig Bewegung gab es dagegen am Berliner Bauarbeitsmarkt: Die Zahl der Beschäftigten ging im Vorjahresvergleich um 2,4% zurück.